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Sonne, Meer und Himmel:
eine landschaftliche Tour zu Aphrodites Tränen

Sonne, Meer und Himmel: In der altgriechischen Mythologie hatte jeder seinen eigenen Gott. Poseidon war der Gott des Meeres, Apollo war der Sonnengott und der mächtige Zeus war der Gott des Himmels (und alles darunter).

Als ich meinen Roman Aphrodites Tränen schrieb, hatte ich natürlich Aphrodite, die Göttin der Liebe, im Kopf – aber auch diese anderen Gottheiten und ihre Domänen. Denn es ist unmöglich, von den griechischen Inseln zu träumen, ohne das blaueste Meer, die hellste Sonne und den größten Himmel zu sehen, hell und blau oder sternenbesprenkelt.

Heute nehme ich Sie mit auf einen Rundgang durch die Landschaft in Aphrodites Tränen, wo der Nachhall dieser antiken Götter noch immer zu spüren ist.

Das sagenumwobene Meer des Poseidon

Die Heldin von Aphrodites Tränen, Oriel, kommt auf die Insel Helios, um als Archäologin die Erforschung eines alten Schiffswracks zu überwachen, das auf dem Meeresgrund gefunden wurde. Helios ist eine winzige, in Privatbesitz befindliche Insel im Ionischen Meer, zwischen Korfu, Kefalonia, Zakynthos, Lefkada und Ithaka. Der Mythologie zufolge wurde dieses Meer nach Io, einer sterblichen Geliebten von Zeus, benannt.

Hier blickt Oriel zum ersten Mal auf den Ozean, der Helios umgibt:

Aphrodites Tränen

In der Nacht zuvor hatte sie die kleine Terrasse neben ihrem Schlafzimmer nicht bemerkt, die Stufen hatte, die hinunter zu einem Bereich mit flachen Felsen führten. Es war ein blauer Morgen und die Luft war noch frisch.

Über die Brüstung gelehnt, blickte Oriel auf den schmalen Sandstrand hinunter, der ununterbrochen an den Rand des Grundstücks zu grenzen schien; von hier aus konnte sie das kristallklare Wasser und den darunter sichtbaren unebenen Meeresboden sehen, der mit langen Unkrautflecken, Bruchstücken von heruntergefallenem Gestein und helleren Sandflecken durchzogen war. Sie atmete den stechenden Geruch von Seetang auf dem Sand ein und lauschte dem Atmen der Wellen, die leise gegen das Ufer plätscherten wie eine Herde nickender Fabelwesen, die aus der Tiefe auftauchten.

Zu ihrer Rechten konnte Oriel den Garten sehen, in dem sie letzte Nacht spazierengegangen war. Tagsüber standen die Büschel hoher Bäume mit ihrem glänzend grünen Laub und den bunten Blüten regungslos in der warmen Luft, mit diesem eigentümlich entrückten Aussehen, das Blätter und Blüten im Sonnenschein annehmen. Jenseits des Gartens befand sich die Terrasse mit ihren Stufen, die zu einem steinernen Kai führten, wo ein langer Kai ins Meer ragte. Der Blick vor ihr war eine Vision von mythologischer Pracht; hier war eine Landschaft, in der man sich die allwissenden Handlungen göttlicher Wesen vorstellen konnte, das Verschütten von goldenem Überfluss und den Donnerschlag der Strafe. Dies war ein sagenumwobenes Meer, durchdrungen von Zeitaltern und Erzählungen über heldenhafte Fahrten. Es war schwierig, sich nicht umzusehen und zu denken: Hier kann alles passieren …

Apollos sterbende Sonne

Der Anführer von Helios, Damian – der Mann, der Oriel angestellt hat und der schnell versucht, ihr Herz zu gewinnen – nimmt sie auf seinem Boot mit nach Santorin, einer Insel in der Ägäis. Dort klettern sie zum Punkt der Sunset Serenade, hoch oben im Dorf Oia, um zu beobachten, wie Apollo die Sonne unter den Horizont zieht und den Himmel und die weißen Häuser von Oia mit allen Schattierungen der Palette eines Künstlers beschmiert.

Aphrodites Tränen

Die Kulisse war perfekt: Der Himmel färbte sich von blau zu lavendel, als die Zeit des Sonnenuntergangs näherrückte. Hier, auf dem Gipfel der Klippen, wich die Hitze einer angenehmen Kühle, während der Tag zu schwinden begann. Eine schwelende Wärme lag auf dem Meer, das im Licht der sterbenden Sonne wie geschlagenes Gold aussah.

Lange Feuerzungen breiteten sich von den gleißenden Sonnenstrahlen über die verdrehten Felsen aus, die Häuser der schönen weißen Stadt erstrahlten in einem durchsichtigen Kupferglanz, der sie an Gerstenzucker erinnerte. Schwelend bewegten sich die geschmolzenen Flammen am Himmel weiter und veränderten sein sanfter Azur in ein mit Aprikose durchzogenes Violett, in Apfelgrün, das sich mit Scharlach, leuchtendem Gelb und Kobaltblau vermischte. In diesem Schleier komplexer, prächtiger Farben schien der goldene Globus mit einer herrlichen Art von Agonie zu leben. Plötzlich schwankte er und stürzte hinter den Horizont – ein brennender Tod. Das Drama und die Pracht des Ganzen erfüllten Oriel mit einem wehmütigen Gefühl.

Zeus' zeitlose sternenklare Nacht

Mein Held und meine Heldin in Aphrodites Tränen treffen sich zum ersten Mal einige Jahre bevor Oriel nach Helios kommt, eines Abends an einem einsamen Strand. Der Himmel in dieser Nacht, so schreibe ich, war „ein samtdunkler Wandteppich, beleuchtet von einem Vollmond, der eine atemberaubende Treppe aus Licht auf ein mitternachtsblaues Meer warf; eine Nacht für Treffen von Liebenden, nicht für Abschiede“. Als Oriel und Damian wieder vereint sind, führt der Nachthimmel sie zurück in diese erste Nacht der Leidenschaft, und die Sterne scheinen eine schillernde Bedeutung zu haben.

Aphrodites Tränen
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Hannah Fielding
Preisgekrönte Liebesromanautorin
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