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Schönheit aus der Tragödie machen: die Tränen der Aphrodite

Mein Roman trägt den Titel Aphrodites Tränen. Die meisten Leser werden Aphrodite kennen – die griechische Göttin der Liebe. Aber warum weint sie in meinem Buchtitel?

Eine Frau allein

Aphrodites Tränen spielt auf Helios, einer kleinen Insel im Ionischen Meer, die sich im Privatbesitz der Familie Lekkas befindet. Es ist eine Geschichte, die direkt aus den griechischen Tragödien stammt.

Damian Lekkas, der Held der Geschichte, war der Sohn von Hephaestus und einer Frau, die nach Aphrodite benannt war. Mit der Zeit wurde Aphrodite, die schön und charmant war, von Hephaestus gelangweilt, der zwar fleißig, aber eher langweilig war, und fühlte sich zu seinem Bruder Ares hingezogen: stark und gutaussehend und so etwas wie ein Playboy.

Den vazoun mia asfaleia para poly konta sti fotia, lege die Lunte nicht zu nah ans Feuer, sagt das griechische Sprichwort, denn aus einem kleinen Funken könnte eine große Flamme entstehen – und so geschah es auch. Aphrodite und Ares verliebten sich leidenschaftlich ineinander. Als Hephaistos davon erfuhr, wurde er wahnsinnig vor Wut. Er stürmte zu den Liebenden, überraschte sie im Bett, erschoss beide und richtete dann die Waffe gegen sich selbst, wobei er Damian und seinen Bruder Perikles als Waisen zurückließ.

Seitdem schreibe ich im Roman: „Die Leute sagen, in regnerischen Winternächten, wenn man genau hinhört, hört man Aphrodite schluchzen, der Ton zittert im Wind. Sie sagen, wenn es regnet, sind es Tränen für ihre Kinder, die auf die Insel hinabfließen.“

Aphrodites Tränen bezieht sich also auf diese wachsame Präsenz; eine Mutter, die sich danach sehnt, dass ihr Sohn sein Glück und eine eigene Familie findet. Aber das Thema von „bezieht sich auch auf die Geschichte von Aphrodite und Adonis aus der antiken griechischen Mythologie“.

Adonis war einer der Liebhaber der Aphrodite. Er war kein Gott, sondern ein Sterblicher, der von Persephone, der Königin der Unterwelt, aufgezogen worden war. Er war ein gutaussehender junger Mann, und sowohl Aphrodite als auch Persephone buhlten um seine Zuneigung, bis Zeus eingriff. Der Donnergott ordnete an, dass Adonis ein Drittel seines Jahres mit Aphrodite, ein Drittel mit Persephone und das restliche Drittel nach eigenem Gutdünken verbringen sollte. Adonis entschied sich, seine freie Zeit mit Aphrodite zu verbringen.

Die beiden liebten sich, doch es kam zu einer Tragödie: Eines Tages wurde Adonis auf der Jagd von einem Wildschwein aufgespießt. Das Tier war von dem eifersüchtigen Ares, dem Kriegsgott und einem anderen Liebhaber der Aphrodite, entfesselt worden. Aphrodite eilte zu Adonis, aber sie konnte nichts tun, um ihren sterblichen Geliebten zu retten.

Aphrodite hielt Adonis in ihren Armen, als er zu Tode verblutete. Als sie über ihren Geliebten weinte, fielen ihre Tränen in die Blutlachen um sie herum, und sie wurden durch ihre Liebe verwandelt: aus diesen Tränen, die sich mit dem Blut vermischten, erblühten die schönsten Anemonenblumen.

Ich liebe die Symbolik in dieser Szene: Aus der Trauer wächst neues Leben. Das ist das Kernthema meines Romans Aphrodites Tränen. Aus Tragödie und Not kann ein Neuanfang entstehen. Schönheit. Hoffnung.

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Hannah Fielding
Preisgekrönte Liebesromanautorin
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